Stadt Steyer. Verzeichniss der Häuser und Besitzer 1866 - Page 63

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Stadt Steyer. Verzeichniss der Häuser und Besitzer 1866
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Häuserverzeichnis und Schematismus der Stadt Steyr.
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urn:nbn:at:AT-OOeLB-3752413
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— 61 — Amtsdiener bei der k. k. Kreisbehörde, mit dem silbernen Verdienstkreuze durch den k. k. Statthaltereirath Herrn Carl August Reichenbach im Rathssaale statt. Am 24. April 1856 wurde mit der Restaurirung des altgothischen Thurmes bei der Margarethenkirche begonnen. Am 12. October fand im benachbarten Stifte St. Florian eine Feierlichkeit statt, welche nicht allein bem hochw. Herrn Betheiligten, sondern auch der Stadt Steher, seinem Geburtsorte, dessen Ehrenbürger er ist, zur besonderen Ehre gereicht. Es wurde nämlich dem hochw. Herrn Stiftschorherrn und emeritirten Professor, Consistorialrath Franz Scatter Pritz, Mitglied der k. k. Academie der Wissenschaften in Wien 2C. das demselben von Sr. k. k. apóst. Majestät allergnädigst verliehene Ritterkreuz des kaiserl. Franz-Joseph-Ordens, in dienstlicher Verhinderung Sr. Excellenz des Herrn Statthalters, durch den Herrn Hofrath Ritter v. Kreil in feierlicher Weise übergeben. Am 29. October fand nach vorausgegangenem feierlichen Gottesdienste in der Stadtpfarrkirche die Einweihung des neuerbauten Schulhauses in der Vorstadt Ennsdorf statt. Am 26. März 1857 wurde die Spaccasse Steher, nachdem vorher die Directoren der Anstalt mit dem Herrn landesfürstl. Commissär dem Gottesdienste in der Stadtpfarrkirche beiwohnten, eröffnet. Die ersten 6 Einlagen wurden vom Herrn Bürgermeister (Saffi für die hier bestehenden 6 Schulen, je der Betrag von 5 fl. für das bravste und bedürftigste Schulkind bestimmt. Am 1. September wurde der Bau der Steyerbrücke und die Regulirung des Spitalberges in Angriff genommen und behufs des Personenverkehrs von Ort nach Ennsdorf ein Rollufer errichtet; nachdem dasselbe sehr langsam ging, wurde vom Schiffmeister Reder zwischen dem sogenannten Fischergeschirr und dem Quai in Ort eine Schiffbrücke errichtet, um einen schnelleren Verkehr zwischen Stadt und Vorstadt zu vermitteln. Am 14. September wurde mit der Abgrabung und Planirung des Kirchenplatzes bei der Vorstadtpfarrkirche St. Michael begonnen. Am 3. October war der Bau der Steyerbrücke vollendet, und wurde zum allgemeinen Verkehr für Fußgänger und zum Fahren geöffnet. Der 3. Jänner 1858 sah eines der seltensten und erfreulichsten Feste für Steher. Am Vorabende waren in der Margarethenkapelle die Reliquien der heiligen Columba ausgesetzt, vor welchen die'hochwürdige Geistlichkeit ihre kirchliche Andacht verrichteten. Sonntags 7 Uhr früh wurden Se. bischöfl. Gnaden von der hochwürdigen Geistlichkeit zu St. Michael, dem löbl. Gemeinderathe und den Zünften empfangen, worauf selbe die Einweihung des restaurirten Altars zu St. Michael Vornahmen, welcher ein kurzes Amt folgte. Nach Beendigung desselben begab sich der hochw. Bischof in Begleitung der Geistlichkeit, des Gemeinderathes, der Schuljugend, dann der Zünfte mit ihren Fahnen und eines Theiles der Bürgergarde, denen eine Menge Andächtige folgte, unter Glockengeläute und fortwährenden Pöllerschüssen in die Stadtpfarrkirche. Am Stadtplatze wurde der hochw. Herr Bischof von dem Herrn Statthaltereirathe und Kreisvorstande empfangen und begrüßt, worauf sich der Zug unter Andrang einer Menge jVolkes in die altgothische Stadtpfarrkirche bewegte. Zwischen dem k. k. Post- und Berggerichtsgebäude, dann am Hauptportale, bei der Margarethenkapelle und am Stadtpfarrhose waren Triumphbögen mit sinnreichen Inschriften angebracht. In der Stadtpfarrkirche angelangt, hielt der hochw. Herr Bischof eine kurze Anrede, in welcher er sowohl der Bürgerschaft Liebe zu ihrem Landesfürsten, wie ihre Religiosität hervorhob, worauf die Weihe des Votivaltars, die Wiederbeisetzung der Reliquien der heiligen Columba und ein feierliches Hochamt folgte. Erst um halb 2 Uhr endete die erfreuliche Feier. Um 4 Uhr wurde ein feierlicher Nachmittags-Gottesdienst gehalten. Am 18. Jänner fand in der Stadtpfarrkirche das Requiem für den verstorbenen greisen Helden Feldmarschall Graf Radetzky statt. Es war zu diesem I i Ì *4*
 
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