Stadt Steyer. Verzeichniss der Häuser und Besitzer 1866 - Page 61

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Stadt Steyer. Verzeichniss der Häuser und Besitzer 1866
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Häuserverzeichnis und Schematismus der Stadt Steyr.
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— 59 — hochwürdigen Herrn Pfarrers in der Vorstadtpfarre, Alois Himmelreich, des Herrn Cooperators Carl Aigner, sowie des hochwürdigen Herrn Jnstituts-Directors Joseph Scheibenbogen, in der renovirten Kapelle zu St. Anna eine heilige Messe gelesen und hierauf das Krankenhaus eingesegnet. Der Thurm, dessen gänzlicher Ausbau auf Kosten des Mildenversorgungsfonds übernommen wurde, ist erst im Monat Juli 1853 vollkommen hergestellt worden. Die Kosten dieses Ausbaues mit Inbegriff des Kreuzes betrugen 392 fl. C. M. Heute ist das Kreuz von dem hochwürdigen Herrn Vorstadtpfarrer Alois Himmelreich nach der von ihm um 9 Uhr früh in der St. Anna Kapelle gelesenen heiligen Messe in Gegenwart der Gefertigten feierlich eingeweiht, selbes aufgesetzt und zum ewigen Gedächtnisse gegenwärtige Urkunde hierüber ausgefertiget worden. Steher am 10. August 1853. Alois Himmelreich, Vorstadtpfarrer, Joseph Plersch, Ehrendomherr und Stadtpfarrer, Joseph Scheibenbogen, Instituts-Director, Dr. Wachtel, Krankenhausarzt, Anton Th. Schweikofer, Krankenhaus-Wundarzt, Anton Gaffl, Bürgermeister, Anton Haller, Vice-Bürgermeister, Mathias Lechner, Gemeinderath und Referent des Mildenversorgungsfonds, Änton Heindl, Alois Vogl, Gemeinderath, Friederike Baumgartner, Ðbcritt bc§ Drbcîtê/' Am 13. August brachte Graf Königseck, Adjutant des Kaisers, die Nachricht, daß Se. Majestät der Kaiser am 14. August hier durchreisen werde; auf diese Kunde waren sämmtliche Stadtbewohner eifrig bemüht, ihre Häuser so viel als möglich festlich zu schmücken. Allerhöchstderselbe kam um 11 Uhr Mittags in Steher an und wurde von der ganzen Bevölkerung mit stürmischem Jubel und Freude, den geliebten Monarchen doch einmal in ihrer Mitte zu sehen, empfangen, obgleich Allerhöchstdessen Aufenthalt nur sehr kurz' war. Beim Ennsthorschranken war eine Triumphpforte errichtet, bei welcher die Schuljugend mit ihren Fahnen Spalier bildete, 12 weißgekleidete Mädchen mit 3 Fahnen standen und der Gemeinderath in corpore versammelt war. Am Stadtplatze war das Bürgercorps aufgestellt und standen die k. k. Militär- und Civil-Behörden, dann die hochwürdige Geistlichkeit in Bereitschaft, um die Honneurs zu machen. Am 21. October wurde mit der Regulirung des sogenannten Mayrgäßchens begonnen, und am 25. October fand die Einweihung der vom Besitzer des Stadtmayrgutes, Ignaz Zachhuber, neuerbauten Kapelle durch den hochwürdigen Herrn Vorstadtpfarrer Alois Himmelreich statt. Am 29. Jänner 1854 wurde allhier das erste Schlittenrennen, wozu die . Bahn auf den Feldern nächst der Kastanienallee nach Garsten hergerichtet war, abgehalten. Am 24. April wurde das Vermälungsfest Sr. k. k. apóst. Majestät Franz Joseph I. mit der Herzogin Elise von Baiern hier auf eine würdige Weise gefeiert. Am Vorabend Zapfenstreich der Bürgercapelle, dann die Liedertafel und der Gesellen-Verein, die Musikbande an der Spitze, durchzogen mit Fackeln den Stadtplatz, stellten sich beim Bezirkshauptmannschaftsgebäude auf, sangen die baierische und österreichische ¦ Volkshhmne und mehrere passende Lieder mit besonderem Applaus. Nach der österreichischen Volkshhmne war des Jubels kein Ende. Am Festtage selbst war um 10 Uhr in der Stadtpfarrkirche feierliches Hochamt mit Te Deum, wobei eine ungeheure Menschenmenge zugegen war. Das Bürgercors paradirte und gab Déchargé«, welche mit Pöllerschüssen erwidert wurden. Sämmtliche k. k. Civil- und Militärbehörden, der Gemeinderath, der Gesellenverein und die Schuljugend wohnten dem feierlichen Gottesdienste bei. Anstatt der beabsichtigten Beleuchtung wurde im Sinne des allerhöchsten Handbillets Sr. k. k. apóst. Majestät eine Subscription eingeleitet und das Erträgniß unter die Armen-Jnstituts- und sonstigen Pfründner, dann an Hausarme und ohne ihr Verschulden in Nothstand gerathene Familien vertheilt; übrigens wurden aus Anlaß dieser Feier von mehreren Anderen verschiedenartige Wohlthätigkeitsacte ausgeübt. Abends war in den Localitäten des Geselligkeitsver- T
 
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