Amtliches Linzer Adreßbuch 1929 - Page 339

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Amtliches Linzer Adreßbuch 1929
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Adressbuch der Stadt Linz. Behörden-, Geschäfts- und Wohnungsanzeiger, Auto- und Motorradbesitzer-Verzeichnis, Hausbesitzer- und Straßenverzeichnis; nach amtlichen Quellen neu bearbeitet.
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339
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urn:nbn:at:AT-OOeLB-4014883
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- M 315 Stelzhamer enthält. An .seiner Ostseibe nimmt die Landstraße, die «Hauptverkehrsader von Linz, ihren Anfang und mündet über «die «Schmidtorstraße in den großen, vormittag durch den Obst-, Gemüse- und Blumenmärkt reich belebten Platz des 12. November oder Hauptplatz, wie er im Volke zumeist genannt wird. In dessen Mitte steht die 36 Meter hohe Dveifaltigkeitssäule, die 17i23 zur Erinnerung an die Pest und die Kriegsgefahren «errichtet wurde. An der Ostfront des Platzes befindet sich das Rathaus aus dem Jahre 1414, erst 4824 vollkommen ausgebaut, mit Amtskanzleien und dem großen Sitzungssaal des Gemeinderates. Nördlich grenzt der Platz an die Donau, wo eine große Donaubrücke nach Urfahr hinüberführt. Eine zweite, 1900 er öffnete Reichsbrücke dient dem «Eisenbahn- und Wagenverkehr und befindet sich etwas unterhalb. Zwischen beiden Brücken liegt der «Kai mit dem Landungsplatz der Dampfer, den Parkanlagen der Straßerau und die Städtische Schwimmschule, deren großzügige Erweiterung zu einem «ganz modernen Hallenbad mit «Sportplätzen und Planschbecken derzeit erfolgt. Vom Hauptplatz westlich gelangt man durch die Badgaffe und Hofgasse zum Schloß und zur sogenannten Altstadt, der Keimzelle von LinA während die Klosterstraße zur Minoritenkirche und zum Landhaus führt. Der gegenwärtige Bau der Minoritenkirche stammt aus «dem Jahre 17(58 und enthält mehrere wertvolle Altargemälde; das Hochaltarbild ist von Altomonte, vier andere Bilder von Kremser Schmid. Anstoßend an die Kirche steht das Land-«haus mit sehenswertem Marmorportal, 1562—1564 von den «Ständen «des Landes «erbaut, 1800 nach dem großen Brande neu hergestellt. Von seinem Turm genießt man einen schönen Ueberblick über die Stadt und ihre Umgebung. Durch das Landhaus gelangt man zur Promenade, einer Gartenanlage, in der eine Gedenksäule an den Bauernführer Stephan Fadinger erinnert, der hier tödlich verwundet wurde. Gegenüber steht das Landestheater und die Redoutenfäle. Auf der unteren Promenade erhebt sich das von dem Wiener Bildhauer Rathausky gegossene Erz-bild des Dichters Adalbert Stifter. Vom Hauptplatz östlich gelangt man zur alten Domkirche und zur «Stadtpfarrkirche. Erstere wurde 1670—1682 durch die Jesuiten «erbaut; sie besitzt «einen schönen Hochaltar und vor demselben ein sehenswertes Speifegitter und ein berühmtes R enaissan oe-EH orgestühl. An der Außenseite der Stadtpfarrkirche ist eine schöne Iohannes-statue von Rafael Donner aufgestellt. Heber den Graben und die Musenmstraße kommt man zum Prachtbau des Landesmufeums. das 1884—1892 nach den Plänen von Bruno Schmitz in Berlin ausgeführt wurde. Ein Kolossalfries von 110 Meter Länge und 2.4 Meter Höhe nach den Entwürfen des Professors Melchior zur Strassen in Leipzig stellt wichtige Momente aus Oberösterreichs Vergangenheit dar. Im Innern fesselt das prunkvolle, mit einer hohen Glaskuvvel abschließende Stiegenhaus. Das Museum besitzt reiche Sammlungen, «darunter die wertvollen vorgeschichtlichen Sammlungen mit den Hallstätter und litt endorser Gräberfunden, die im Lande ausgegrabenen keltischen und römischen Altertümer, die Waffensammlung, die zoologische, botanische, geologische «Sammlung, Glasmalereien, Holzfchnitzwerke, alte Gemälde und Musikinstrumente, eine Münzen- und Siegelsammlung, «eine bedeutende Anzahl Urkunden, die große Bibliothek und die Landesbildergalerie. Vom Museum weg führt gegen Süden die Elisabethstraße nach der Bethlehemstvasse mit dem Rordiko, einer ehemaligen Erziehungsanstalt «für Jünglinge aus Schweden, Norwegen und Dänemark, und der 1877 eingeweihten Synagoge. Setzt man die Wanderung zur Landstraße und tu dieser selber fort, so gelangt man zu dem im Barockstil erbauten Kloster- und «Kirchengebäude der Ursulinerinnen, dem gegenüber sich die öffentliche «Studienbibliothek (Bestand gegen 80.000 Bände) befindet. Von der Landstraße führt Empfängnis-Domes. «Seine Grundsteinlegung fand 1862 statt. Er wird nach den Plänen des Kölner Architekten Statz aus Granit und Sandstein ausgeführt. .Seine äußere Länge mißt 130 Meter, die Höhe des Turmes, den ein vergoldetes, 6759 Kilogramm schweres Kreuz krönt, beträgt 134.8 Meter. Das Gebäude «hat 142 Fenster, 48 Säulen tragen das Gewölbe und «das Innere faßt 31.000 Menschen. Von der «Landstraße zweigen ferner ab die Johann Konrad «Vogelstraße, durch die man an «der evangelischen Kirche vorbei zum Pestalozziplatz gelangt, der mit einer Parkanlage und dem «schönen Neptunbrunnen geschmückt ist. Dort erhebt sich auch das Kolosseum, die größte Varietebühne der Stadt. Auf der Landstraße weitergehend, fällt noch das prächtige Kaufmännische Dereinshaus auf, das sowohl herrliche Säle «für Konzerte und festliche Veranstaltungen enthält, wie «auch die Lokalitäten des Vereines selbst mit Sammlungen, Bibliothek und Lesezimmern. Vertretungen fremder Staaten. Deutsches Reich («Goethestraße l/I), Tschechoslowakische Republik, Konsulat (Donaustraße 1). Bildungsanstalten. Theologische Diözesan-Lehranstalt (Harrachstraße 7), Dundesgymnasium (Sp'ittelwiese 14), Bundes--Oberve«alschule (Fadingerstraße 4), Bischöfliches Privatgymnasium Collegium ' «Petrinum (Pflaster 11), Städtisches Mädch en-Reformrealgymnasium und Frauenoberschule (Körnerstraße 9), Bundes-Lehrer- und Lehrerin-nen-Bildungsanstalt (Ho nane vstr asse 14), Bischöfliches Lehrerseminar (Stifterstraße 27), Priaatêhrerinn enbildun g s-anstalt (Wurmstrasse 3), Oeffentliche Handelsakademie (Ru-digierstrasse 4), Bundes-àwerbefchule (lGoethestrasse 17), Geburtshilfliche Lehranstalt für Hebammen (Keplerstrasse Nr. 47), Musikschule des Musikvereines (Walterstraße 34), Pìi>vat-Blin«denle«hranstalt (Blumauerstrasse 2), Taubstummenlehranstalt (Kapuzinerstraße 40), Oeffeütliche Stadtbibliothek (Platz des 12. November, Rathaus), Ober-österreichisches Landesmuseum (Museumstrasse 14), «Landes-archiv (Promenade 33), «Botanischer Garten (Dinghoferstrasse), Bundes-Realgymnasium '(Khevenhüllerstraße 1). Kirchen und Klöster. Maria Empfängnis-Dom (Hsrren-und Hafnerstraße), alte Domkirche (Domgaffe), Stadtpfarr-kirche (Pfarrplatz), Kapuzinerkirche (Kapuziner strasse), Karme litenkirche -(Landstraße), Urfulinenkirche (Landstraße), Elifàthinenkirche (Bethlehemstraße), Barmherzige Brüder-Kirche (Herrenstraße), Kreuzschwestern-iKirche (Wurmstraße), Karmelitinenkirche (Langaasse), Priesterseminar - Kirche (Harrachstraße). Minoritenkirche (Klo ster strasse), Martinskirche (Römerstraße), Herz Iefu-Kirche (Wiener, Reichsstrasse), «Kirche zur heil. Fumili,e (Bürgerstrasse), Kirche in der Franckstrasse (erbaut 1928), Altkatholische Kirche (Prunerstift), Evangelische Kirche (Johann Konrad Vogelstraße), Synagoge (Bethlehemstraße). — Männerklöster der Barmherzigen Brüder (Herrenstrasse >33), der Karmeliter (Landstraße 33), der Kavuziner (Kapuzinerstraße 38), der Gesellschaft Jesu ('Freinberg). — Frauenklöster der Ur-Mtn-er innen (Landstraße 31), «der Elisabethinerinnen (Bethlehemstraße 23). der Barmherzigen Schwestern (Herrenstraße 37), der Karmeliterinnen (Langgasse.17), der Borro-mäerinnen (Elisabethstraße 23), der Kreuzschwestern (Wurmstraße 1). die Rudigierstraße zum «gotischen Bau des Maria ¦ I I ¦ P* w M . m ¦ GRS " ; ¦ I ¦
 
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